OSTEOPATHIE


Eine osteopathische Behandlung ist grundsätzlich bei fast allen Erkrankungen sinnvoll. Die Osteopathie versteht sich als eine Behandlungsform, die nicht nur die Symptome behandelt, sondern die Auflösung von Einschränkungen bewirkt.

Zu den Patienten eines Osteopathen gehören nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder, Babys, junge Mütter oder Schwangere. Bei sehr ernsten Erkrankungen (wie z.B. Krebs oder schweren Infektionskrankheiten) sollte Osteopathie als begleitende Maßnahme zur klassischen Medizin eingesetzt werden. 


1. Strukturelle (parietale) Osteopathie

Die von A T. STILL durchgeführte Gelenks- und Weichteilmobilisationen und -manipulationen, um ihre Funktion wiederherzustellen.


2. Muskel Energie Technik

Die von F.L. MITCHELL durchgeführten Gelenksmobilisationen, bei denen die patienteneigene Muskulatur zur Deblockierung oder Korrektur genutzt wird. Nach einer isometrischen Belastung in die Gegenrichtung wird die Muskulatur in der postisometrischen Relaxationsphase gedehnt. Die intraartikulären Druckänderungen bei der Start- und Schlussphase der isometrischen Übung, mobilisieren die Gelenkspartner.


3. Querfasertechnik

J.CYRIAX systematisierte die Querfasertechnik (Cross fibre technique). Sie wird an Sehnen und ihren Insertionen in Vorspannung als Querfaserminortechnik, sowie an der entspannten Muskulatur als Querfasermajortechnik durchgeführt. Sie haben eine schmerzhemmende und auf die Struktur eine dehnende Wirkung.


4. Cranio-sacrale Osteopathie

W. G. SUTHERLAND, ein Schüler von STILL, hatte entdeckt, dass durch die Liquor Produktions- und Rückresorptionsmechanismen der knöcherne Schädel 8-12 rhythmische Bewegungen in der Minute durchführt, die für die inneren Schädelstrukturen Flexion und Extension und für die äußeren Innen- und Außenrotation bedeutsam sind. Diese wellenartige Ausdehnung im Kranium setzt sich über das spinale Liquorsystem bis zum Sakrum fort, dessen Bewegung und Rhythmus dem des Kraniums entspricht.

5. Viscerale Osteopathie

Seit T. BRANDT weiß man, dass jedes Organ eine Beweglichkeit zu anderen Organen und Strukturen hat und dass Organe auch Eigenbewegungen haben. Diese Mobilität und Motilität wird bei der visceralen Osteopathie manuell gefördert und wieder hergestellt.


Da eine osteopathische Behandlung bei fast allen Erkrankungen sinnvoll ist, bieten wie Osteopathie für Kinder und Erwachsene. Kontaktieren Sie uns bei Fragen in Wendelstein.


Bedeutung des menschlichen Stützapparates

Eine der wichtigsten Grundlagen unseres Lebens ist die Beweglichkeit. Hierfür steht das Muskel- und Skelettsystem als eines der großen Systeme unseres Körpers. Es besteht aus Knochen, Gelenken, Muskeln, Sehnen und Bindegewebe. Es ist damit auch der größte Energieverbraucher und der größte Produzent von Schlacke und Abfallprodukten. Die anderen Organsysteme sind vorhanden, um diesen Bewegungsapparat zu ernähren, zu erhalten und ihn zu organisieren. Wenn ein Körper gesund ist, arbeiten alle Organsysteme harmonisch zusammen und passen sich den unterschiedlichen Anforderungen, die wir täglich an ihn stellen, an.


Was leistet der Osteopath?

Die Aufgabe der Osteopathen ist es, Bewegungseinschränkungen zu diagnostizieren und zu behandeln. Die Grundlage der osteopathischen Arbeit ist, wie in der klassischen Medizin, eine präzise Kenntnis der Anatomie und Physiologie des Menschen. Dabei wird der Organismus als komplexer Regelkreis begriffen.

Osteopathen entwickeln im Laufe ihrer Ausbildung ein hohes Maß an Berührungs- und Drucksensibilität ihrer Finger und nehmen zunächst durch genaues Betasten eine Untersuchung des Patienten vor. Es wird der Zustand des Bindegewebes, der Muskeln, der Sehnen und der inneren Organe untersucht, um festzustellen, ob sie normal oder gereizt sind. Auf diese Weise erstellt der Osteopath einen Übersichtsbefund, um jede Abweichung von der strukturellen und mechanischen Harmonie festzustellen. Die hierbei ertasteten Einschränkungen der Beweglichkeit werden nun sanft und schmerzfrei behandelt. Ziel ist es, durch eine Optimierung der Durchblutung und des venös-lymphathischen Rücktransports die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.

Dabei werden unterschiedliche Techniken angewendet, wie z.B. Weichteilmassage, passive Dehnungen, Mobilisationsimpulse und Lockerungstechniken. Durch diese manuelle Unterstützung wird es dem Körper möglich gemacht, sich selbst auf natürliche Weise ins Gleichgewicht zu bringen und sich selbst zu heilen. Hier ist der Patient aufgefordert, gemeinsam mit dem Osteopathen an der Beseitigung der Einschränkungen zu arbeiten und sich über den Zusammenhang zwischen Organismus und Psyche als eine Einheit bewusst zu werden.


» hier finden Sie Information über Kostenübernahme von osteopathischen Behandlungen durch die Krankenkassen